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21. Der Menschensohn geht zwar hin, wie von ihm geschrieben steht; wehe
aber jenem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird; besser wäre es jenem Menschen, wenn er nicht geboren wäre!"
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Die Alte hatte sich nur so freundlich angestellt, sie war aber eine
böse Hexe, die den Kindern auflauerte, und hatte das Brothäuslein
bloß gebaut, um sie herbeizulocken. Wenn eins in ihre Gewalt Frühmorgens
kam, so machte sie es tot, kochte es und aß es, und das war ihr ein
Festtag. Die Hexen haben rote Augen und können nicht weit sehen, aber
sie haben eine feine Witterung, wie die Tiere, und merken's, wenn Menschen
herankommen. Als Hänsel und gretel in ihre Nähe kommen, da lacht
sie boshaft und sprach höhnisch: "die habe ich, die sollen mir nicht
wieder entwischen." Frühmorgens, ehe die Kinder erwacht waren, stand
sie schon auf, und als sie beide so lieblich ruhen sah mit den vollen roten
Backen, so murmelte sie vor sich hin: "Das wird ein guter Bissen werden."
Grimm, Jacob (Hg.), Hänsel und Gretel, in Brüder Grimm, Märchen, Stuttgart, Wien, 1989.
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Verheißung des eucharistischen Geheimnisses.
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23. Denn ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch auch überliefert
habe: der Herr Jesus nahm in der Nacht, in der er verraten wurde, Brot.
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Fall X-2.24.
HINTERGRUND
ZITAT |
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Animismus im engeren Sinne heißt die Lehre von den Seelenvorstellungen, im weiteren die von geistigen Wesen überhaupt. Man unterscheidet noch Animatismus, die Lehre von der Belebtheit der uns unbelebt erseheinenden Natur [s. unten, S. 379], und reiht hier den Animalismus und Manismus an. Der Name Animismus, früher für ein bestimmtes philosophisches System verwendet, scheint seine gegenwärtige Bedeutung durch E. B. Tylor erhalten zu haben. Was zur Aufstellung dieser Namen Anlaß gegeben hat, ist die Einsicht in die höchst merkwürdige Natur- und Weltauffassung der uns bekannten primitiven Völker, der historischen sowohl wie der jetzt noch lebenden. Diese bevölkern die Welt mit einer Unzahl von geistigen Wesen, die ihnen wohlwollend oder übelgesinnt sind; sie schreiben diesen Geistern und Dämonen die Verursachung der Naturvorgänge zu - und halten nicht nur die Tiere und Pflanzen, sondern auch die unbelebten Dinge der Welt für durdh sie belebt. Ein drittes und vielleicht wichtigstes Stück dieser primitiven "Naturphilosephie" erscheint uns weit weniger auffällig, weil wir selbst noch nicht weit genug von ihm entfernt sind, während wir doch die Existenz der Geister sehr eingeschränkt haben und die Naturvorgänge heute durch die Annahme unpersönlicher physikalischer Kräfte erklären. Die Primitiven glauben nämlich an eine ähnliche "Beseelung" auch der menschlichen Einzelwesen. Die menschlichen Personen enthalten Seelen, welche ihren Wohnsitz verlassen und in andere Menschen einwandern können; diese Seelen sind die Träger der geistigen Tätigkeiten und bis zu einem gewissen Grad von den "Leibern" unabhängig. Ursprünglich wurden die Seelen als sehr ähnlich den Individuen vorgestellt, und erst im Laufe einer langen Entwicklung haben sie die Charaktere des Materiellen bis zu einem hohen Grad von "Vergeistigung" abgestreift. Die Mehrzahl der Autoren neigt zu der Annahme, daß diese Seelenvorstellungen der ursprüngliche Kern des animistischen Systems sind, daß die Geister nur selbständig gewordenen Seelen entsprechen und daß auch die Seelen von Tieren, Pflanzen und Dingen in Analogie mit den Mensehenseelen gebildet wurden. Wie sind die primitiven Menschen zu den eigentümlich dualistischen Grundanschauungen gekommen, auf denen dieses animistische System ruht? Man meint durch die Beobachtung der Phänomene des Schlafes (mit dem Traum) und des ihm so ähnlichen Todes und durch die Bemühung, sich diese jeden Einzelnen so nahe angehenden Zustände zu erklären. Vor allem müßte das Todesproblem der Ausgangspunkt der Theoriebildung geworden sein. Für den Primitiven wäre die Fortdauer des Lebens - die Unsterblichkeit - das Selbstverständliche. Freud, Sigmund; Totem und Tabu, in: Fragen der Gesellschaft, Ursprünge der Religion, StA Bd.lX, Frankfurt am Main, 1974, S. 364.
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Schüler des Diogenes, so wird berichtet, bereiten ein Opfer für Herkules. Als Gabe legen sie ein Stück Fleisch auf den Altar. Ein Hund, aus dem Nirgendwo kommend, schnappt sich mit erstaunlicher Geschwindigkeit dieses Fleisch. Um an den Hund und seinen symbolischen Diebstahl zu erinnern, errichten die Schüler an derselben Stelle einen Tempel.
Diese Anekdote weist dem Hund einen Platz in der etymologischen Definition des Kynismus zu. Entscheidender jedoch ist, daß der Hund die allegorische Feier des Rituals zwar verdirbt, aber auch ihre Bedeutung herausstellt: Das Stück Fleisch wird gefressen, und indem der Hund es frißt, verleibt er sich dessen rituelle Eigenschaft ein und wird erhöht in den Rang eines allegorischen Kynikers.
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Zum Ausgangspunkt des >Hexenessens im Frühmittelalter< nehme ich Kapitel 6 der >Capitulatio de partibus Saxoniae<, das lautet: Si quis a diatulo deceptus crediderit secundum morem paganorum virum aliquem aut feminam strigam esse et homines comedere et propter hoc ipsam incenderit vel carnem eius ad comedendum dederit vel ipsam comederit, capitis sententiae punietur. Mein Übersetzungsvorschlag wäre: "Wenn jemand vom Teufel getäuscht nach Sitte der Heiden glaubt, daß ein Mann oder eine Frau eine Hexe sei und Menschen ißt und er deshalb die Hexe verbrennt oder deren Fleisch anderen zu essen gibt oder es selbst ißt, so werde er mit dem Tode bestraft." Röckelein, Hedwig; Hexenessen im Frühmittelalter, in: Röckelein, Hedwig (Hg.), Kannibalismus und Europäische Kultur, Tübingen: Ed. diskord., 1996, S. 29. |
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Ich glaube jedoch nicht, daß man so weit gehen muß, den exakten Quantenzustand zu reproduzieren, um eine Person erfolgreich und im wahrsten Sinne des Wortes wiederzuerwcken. Wir dürfen nicht vergessen, daß die Atome, aus denen unser Körper besteht, ständig durch andere Atome aus der Nahrung, die wir zu uns nehmen, ausgetauscht werden. Ein großer Teil des menschlichen Körpers (nicht alles) wird im Laufe des Lebens vollkommen neu gebildet Tipler, Frank J., Die Physik der Unsterblichkeit Moderne Kosmologie Gott und die Auferstehung der Toten München, 1995, S. 291. |