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Anngret Schultze

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Anngret Schultze ( *1992) studierte Kulturwissenschaften und Digitale Medien (B.A.), sowie Performance Studies (M.A.). Ihr künstlerisches Forschen bewegt sich zwischen Performance und Installation und widmet sich widerständigen Potentialen des Körpers. Dekoloniales Verlernen, Queerness, kritische Softness und Fragen von Care sind immer wieder Ausgangspunkte für ästhetisches Horchen und Formen. Das Verhältnis von Text/Theorie und ästhetisch-sinnlicher Erfahrung/Rezeption, der Übersetzungsprozess von Konzept/Wort zu Bewegung/Körperlichkeit, die Abstraktion und Verdichtung von Diskurs zu einem ästhetischen Werk ziehen sich als grundlegendes Forschungsinteresse durch ihre Praxis.
Als Tänzerin tanzte sie bei Patricia Carolin Mais (2018), als künstlerische Assistentin arbeitete sie bei Regina Rossis (2019) und als Regieassistentin bei Frauen und Fiktions (2020). Eigene Solo-Arbeiten präsentierte sie im Klub der Künste der Deichtorhallen und auf Kampnage. In diversen Projekt- und Nebentätigkeiten arbeitet sie kuratorisch und organisatorisch (Kulturprogrammarbeit im Goethe Institut Helsinki (2018), Projektkoordination „Queeres Gewimmel“ (2018-2019), NAKT-Festival (2019), Symposium „Performance als Protest“ (2019), Symposium „Queering Knowledge (2021)). Der Großteil ihrer künstlerischen Arbeiten findet im Kollektiv b/w *itch und in darüber hinausgehenden Kollaborationen statt. Anngret war Stipendiatin der Studienstiftung von 2020 bis 2021. Seit 2020 ist sie im Netzwerkbüro des Dachverbands freie darstellende Künste Hamburg tätig.

Projekt

Coapparation_body_text_sensuousness. Eine digitale Contact-Zone.
Performatives Forschen zum Verhältnis Text, Körper, Sinnlichkeit

Was?

Wie steht es um das Verhältnis von Text und Körper? Wird in kritisch-dekonstruktivistischen Ansätzen die Bedeutung der Sprache, des Texts, des Diskurs und der Struktur betont, finden sich in den performativen Künsten Arbeiten mit dem präsenten Körper, der gleichzeitig auf mehr und ausschließlich auf sich selbst verweist. Ich möchte das Atelierstipendium dazu nutzen, um das Thema Sinnlichkeit (sensuousness) als Schnittstelle von Körper und Text herauszuarbeiten.

Wie || Kooperation

Dies geschieht in einem kollaborativen Prozess zwischen mir und befreundeten Tänzer *innen. Ich gehe mit ihnen in einen Dialog: ein Satz, eine Frage, ein Sound, der inhaltlich um eine der drei Säulen body , text, sensuousness kreist. Die textliche Ebene poetisiert Theorie. Die Tänzer*innen reagieren auf den Satz mit einer körperlichen Antwort und halten diese videographisch fest. Die tänzerische Ebene verkörpert die Theorie-Poesie. So begegnen sich Text und Körper und evozieren spezifisch sinnliche Momente.

Wie || Apparat/Apparation

Mich interessiert diese Form des Dialogs über Distanz. Die Tänzer *innen, die mit mir kooperieren, sind nicht in Bremen, sondern in Hamburg, Berlin und Luzern. Unser Kontakt ist somit digital und funktioniert apparativ gestützt, wir kommunizieren in Oberflächen. Schrift, Bild, Sound, Video werden verstärkt in ihrem Anschauungscharakter. Das Vermittlungsmedium Smartphone wird zur digitalen contact zone. Dies will ich nutzen für das Arbeitszimmer thealit. Dort möchte ich abschließend die dialogische Form zwischen Text und Körper in ihrer sinnlich-poetisierten Form ausstellen. Mitschwingendes Thema ist dabei die Frage des Kontakts und zeitgenössischer Subjektkonstitution: wie sind wir miteinander, wenn wir uns häufig und vor allem in Zeiten von Corona digitalisiert erfahren?


Anngret Schultze Arbeitsauswahl