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Yuliya Tsviatkova zeigt ihre Arbeiten zur These: „Mein Körper gehört nicht mir./ Mein Körper gehört mir nicht.” im Schaufenster des Arbeitszimmers

Zu sehen am Do. 20. Januar, von früh bis 20:00. St.-Jürgen-Str. 157/159 in Bremen. Präsentiert werden Installationen textil gefertigter Körperteile, die – maßgenommen am eigenen Körper – als Anti-Stress-Spielzeuge konzipiert sind, Motiv-Stickereien von physischen Traumata auf langer Gazeband, eine skulpturale Arbeit anatomischer Formen aus gegossenem Latex. Und mehr... Vorbeikommen und (durchs Fenster) Schauen lohnt sich – wer wüßte sonst noch, in porösen Zeiten des Umbruchs, wo innen und außen, mein und dein, Körper und Raum sind?

Das COAPPARATION-Lab macht keine Ferien. (Ebensowenig wie die Kunst.) Schon am Sonntag, 26. Dezember startet Yuliya Tsviatkova ihr Atelierstipendium im Arbeitszimmer thealit. Ausgangspunkt bildet die These: „Mein Körper gehört nicht mir. Diese biologische Substanz wird von mir mit anderen Organismen geteilt. Ich existiere nicht ohne sie, und sie existieren nicht ohne mich. Mein Körper gehört mir nicht.” Aber gewiß: Er existiert nur in verschiedenen Formen äußerer Wahrnehmung. Verschieden, wenn auch ähnlich – denn: „Wem bist du ähnlicher? Papa-ähnlich, nein – mehr Mama-ähnlich. Nein, eindeutig: Großmutter-ähnlich.” Für wen wäre es schon leicht zu sagen, wie eine oder einer eigentlich genau aussehe… „Meine Großmutter fährt mit den Fingern durch mein Haar und sagt: ‚Abschneiden hättest du es nicht sollen.'”

Yuliya Tsviatkova beschäftigt, wie es gehen könnte, ihren Körper zu „teilen” (und als immer schon geteilten zu verstehen) – von der Perspektive der Familie aus bis zur mikrobiologischen Zusammensetzung. Ein Teil dieses Projekts besteht darin, ihren Körper in Lebensgröße aus Stoff nachzubilden – als eine Art Anti-Stress-Spielzeug.

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