Labs

Jährlich findet ein Laboratorium zu einem Arbeitsschwerpunkt statt. Laboratorien werden im thealit-Netzwerk langfristig gemeinsam geplant und umgesetzt. Die Leitung übernehmen dabei jeweils eine oder mehrere Theoretikerinnen und Kuratorinnen aus dem Netzwerk langjähriger Mitarbeiterinnen, die das Programm der Laboratorien entwerfen und betreuen. Meist geht es dabei um die Durchführung von Symposien, Ausstellungen, Aktionen und Filmprogrammen und Publikationen.

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Programm Flyer
Konzept | English version

Debatten werden gern und generell als Zeugnisse demokratischer Ordnung aufgerufen: die parlamentarische und politische Debatte, die klassisch wissenschaftliche bis hin zu TV-Duellen und Shows, Onlineforen, Chats ... Debatten gibt es in politischen und Medienkontexten, aber auch in Schulen und schon im Kindergarten, Selbstbehauptung und gerechte Entscheidung zu fördern.
Debatten werden zuallererst geführt, nicht aufgeführt. Aber die Debatten wie die Debattierenden führen sich ebenso immer selbst auf und vor. Das heißt: die Debatten sind performative Entwürfe und Wandlungen einer Redekultur und derjenigen, die die Debatte führen. Sich so aufzuführen hat mit ausgeführten Handlungen zu tun, anders gesagt, mit dem Inszenieren von Argumenten und dem Formatieren von Wählbarkeiten. Wie das Ausführen, Vorführen und Führen, und das Sich Aufführen zur Kunst und zu Techniken des Debattierens steht, untersucht das thealit Labor DEBATTERIE!

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Gesellschaftsordnungen, diese einzuhalten und zu schützen sind Ordnungshüter beauftragt.
So ist es in schriftlicher Form festgehalten. Sollte gegen sie verstoßen werden, so gibt es (zumeist) in den entsprechenden Passagen dieser Ordnung gesetzte Sanktionen, welche auf die begangene Ordnungswidrigkeit folgen. Ordnungen sind und werden festgeschrieben, stehen folgend quasi allgemeingültig als Größe zum Weltverständnis anerkannt. Sie strukturieren Gesellschaften. Wohingegen Strukturen scheinbar weniger exakte Bedingungen verdeutlichen. Sie bilden wohl ebenso Abläufe, Gepflogenheiten, Verantwortlichkeiten sowie Begünstigungen und Benachteiligungen innerhalb von Gesellschaften ab. Jedoch sind sie zumeist nicht qua Gesetzgebung festgeschrieben und werden nicht offen mittels eines Staats- oder Organisationsapparats reguliert.

DOKUMENTATION

DIGITALE PLATTFORM
Aufgrund drastischer Kürzungen der öffentlichen Förderung des thealit war die Umsetzung des Ausstellungsteil im alten Finanzamt leider nicht möglich. Um dennoch einen gemeinsamen Präsentationsrahmen für diese Beiträge zu ermöglichen, wurde eine DIGITALE PLATTFORM erstellt.

RADIOBEITRÄGE JETZT ONLINE
Die audiobeiträge (des Radioprogramms) stehen online zum hören bereit.

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Was ist ein Schutzraum? Ein Rückzugsort, an dem man sich vor Katastrophen in Sicherheit bringen kann. Ein individuell oder kollektiv eingenommener Raum, den vielfältige Gewaltformen nötig machen. Denkweisen, Artikulations-formen (z.B. künstlerische) und Ansichten (z.B. politische) können ebenfalls Schutz benötigen, aber auch bieten. Virtuelle Welten und digitale Räume ermöglichen Schutz, scheinen aber die Mechanismen von materiellen Schutzräumen teilweise zu invertieren. Schutzräume können überlebens-notwendig sein. Sie funktionieren als exklusive Räume, in die man sich zurückziehen kann, als diffuse Sphären, in denen Einzelne nicht mehr identifizierbar sind und auch als Gewebe von mehr oder weniger intimen Beziehungen.

In Vorbereitung
Eine ONLINE-PUBLIKATION des Labs ist in Vorbereitung und wird im Winter 2016/2017 erscheinen.

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quite queer, das kann Mehreres heißen. Ziemlich queer, oder: über die Maßen queer ... im Understatement. queer: ein einstiges Schimpfwort, das taktisch zum Konzept und Kampfbegriff gewendet wurde und Radikalität, Diversität und Perversität gegenüber einer heterosexuellen Norm bezeichnet. Queer macht nur ganz oder gar nicht Sinn, wenn es sich Anerkennung seiner Eigenart gibt, quite queer übertreibt hierbei. Was geschieht, wenn sich Feminismus und queere Strategien bestandsaufnehmend und analytisch treffen? Riskant wie Freundschaft, die eine Diskussion wagt und Techniken des Eingreifens vergleichend testet. Das quite queer lab ist mit einer host und guest Struktur aufgebaut: Die hosts sind thealits Einladung gefolgt, jeweils einen oder mehrere guests einzuladen. Hosts und guests nehmen Bezug aufeinander und sind im Programm miteinander/nacheinander platziert.

Publikation

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Verrat muss furchtlos vor möglicher Rache sein und große Geheimnisse lieben, weil sie am schönsten und kunstvollsten verraten werden können. Wenn aber nun keine mehr verfügbar, nämlich schon verraten sind? Eine Mediengesellschaft des aufgespeicherten – lässigen oder listigen – Verrats ahmt die gesetzlichen Auskunftspflichten, Überwachungen, Evaluationszwänge nach. Uns bleibt nur mehr, in letzter Anstrengung der verbrecherischen Tugend, den Verrat um seiner selbst willen zu begehen! Es heißt den Wahnsinn, die extreme Gewalt eines Verrats, das Schöpferische zu wählen! Kalkuliert ist der schwindende Mut in einer kapitalistischen Ordnung, der alltäglichen, unterwürfigen Verrat an sich selbst zur Pflicht gemacht hat wie ‚Loyalität’ in jedem beliebigen Abhängigkeitsverhältnis. Darum wagt es! Werdet maßlos! Verratet euch! Nicht die kleinen Fehler denunziert, sondern den eigenen Verrat verratet!

Publikation

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Streik ist das Anhalten von Unaushaltbarem. Er kann zur Durchsetzung von Verbesserungen dienen, auf Alternativen verweisen oder als symbolische Aktion für Öffentlichkeit sorgen. Er ist auf kollektive Organisation angewiesen oder zumindest auf Publizität, wenn man 'alleine streikt'. Er kann Teil einer organisierten Strategie als mächtige Drohgebärde sein oder unabhängig von Institutionen durch Selbstermächtigung "wild" entstehen. Es ist übrigens auch Arbeit, eine Frau zu werden (als die man bekanntlich nicht geboren wird). Aber was passiert, wenn man UnternehmerIn seiner selbst ist? Streik (selbst) ist auch Arbeit...

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Eine erste Ausführung, der Inbegriff von etwas, das man sich vorstellt, ein Normalmaß, ein Testverfahren: das alles können Prototypen sein. Der Wortgeschichte folgend (gr. proto: vor), versteht man unter Prototypen oft "Vor-Bilder" oder "Vorlagen", auch die so genannten besten Beispiele. Prototypisieren kann als das Verfahren bezeichnet werden, das vor der Serienfertigung, also "vor dem Produkt" liegt, aber auch - und das ist thealits Anliegen - "vor der Theorie", "vor dem (Kunst)Werk". Prototypen sind eben auch Kunstwerk, Produkt und Theorie. Diese Möglichkeiten werden in einer Messe ausgestellt und gehandelt.

Publikation

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Ist es möglich von einer Nicht-existenz dessen, was „Europa“, „Frau“ oder „digitales Medium“ heißt, zu sprechen und ermöglicht dies eine neue Perspektive im Denken und Handeln? Dies zu untersuchen und zu entwickeln soll das Projekt do not exist probieren. Der Gedanke an eine in verschiedener Hinsicht mangelnde und mangelhafte Existenz der drei Begriffe, Vorstellungen und Realitäten ist jeweils unter verschiedenen Aspekten bereits von Medien-, Kultur-, Geschichts- und Politikwissenschaft sowie der Psychoanalyse, den genderstudies und der Medienkunst ausgearbeitet worden: jedoch ist es noch nicht unternommen worden, diese Ansätze zusammenzuführen und miteinander zu konfrontieren. Dies soll unter besonderer Berücksichtigung einer weiblichen Perspektive geschehen, wo insbesondere die Frage nach der Nicht-existenz der Frau von weiblicher Seite aus gestellt werden kann.

Publikation

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Wie lassen Bilder, Filme, Texte, Kunstwerke und Aktionen eine Reaktion auf die alltägliche Spirale der Absurditäten erkennen? Kritische Strategien richten sich nicht mehr 'gegen' etwas sondern scheinen 'abgedreht' in ihrer Art, Bekanntes im neuen Kontext zu wiederholen, bis das Ergebnis verrückt erscheint – übertreiben, spiralig..hysterisch, durchgedreht, sich immerfort selbst übertreffend....
Mit Filmen, Symposium, Ausstellungen

Publikation

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Agenten, Spione, Romanfiguren, Traumgeschöpfe, Zombies, juristische Personen, Avatare und Bots sind Grenzgänger in einem virtuellen wie auch realen Setting. Der Kongress entwickelt prozesshaft ein Aktionsfeld, das virtuellen Geistern und natürlichen Personen gleichermaßen erlaubt, sich zu begegnen, zu kommunizieren und sich zu vergleichen.
Mit Ausstellung und Symposium

Publikation

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Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen untersuchen in Ausstellung und Symposium wie Modelle das denkbare strukturieren, wenn sie nur ansteckend genug sind. Denn Modelle sollen erklären oder entwerfen – streng genommen tun sie stets beides und halten so ihre User zum Narren.

Publikation

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Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen präsentieren eine cyberfeministische Vision, eine Arbeit, die ihren Bezug zum Cyberfeminismus reflektiert oder eine Kritik am Cyberfeminismus. 'technics of cyber feminism' mode = message' begreift sich als Teil eines Netzwerks aus Veranstaltungen und Kooperationen.
Mit Symposium

Publikation

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Die Hand bildet den Kreuzungspunkt natur- und kulturwissenschaftlicher Modelle. Ihre Bilder und Bewegungen bestimmen unterschiedliche Schnittflächen von symbolischen Gesten, Handlungen und Arbeit, Berührungen, Schmuck, Körpersprache ...
Mit Filmen, Ausstellung und Symposium

Publikation

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Das theaLit-Laboratorium ging der Serialität als Produktionsbedingung von Kunst, Literatur, Architektur, Film, Video und Musik nach und diskutierte die Figuren der Linearität und des Netzes in verschiedenen Veranstaltungsreihen (Ausstellung, Symposium, Filmprogramm, Konzert).
Mit Filmen, Ausstellung und Symposium

Publikation

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Die Tischsitte wird so zum Ausgangspunkt für Aktionen, Vorträge, Performances von Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen, die sich sowohl mit dem "Akt des Essens" selbst als auch mit Ordnungen und Gesetzen bei Tisch als Schauplatz und Funktionsträger beschäftigen.
Mit Aktionen, Performances und Symposium

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Vom 4.10 bis zum 2.11.97 veranstaltete das Frauenkulturhaus thealit an verschiedenen Orten in Bremen eine Reihe von Performances, Präsentationen, Filmen, Vorträgen und Diskussionen. Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen stellten Arbeiten zum "Künstlichen Leben" vor: zu Viren und Frauen, Medizin und Kannibalen, Tatoos und virtuellen Körpern, Frankenstein und dem Marionettentheater.
Mit Aktionen, Performances und Symposium

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Von wo aus lässt sich die Ferne also erkunden: Von hier oder dort, von nah oder fern? Eine Antwort würde immer eine Unterscheidung von Innen und Außen voraussetzen, einen traditionsreichen Dualismus, den die Fernerkundung möglicherweise schon in die Ferne vertrieben hat. Bringt nicht die Fernerkundung selbst die Frage zum Verschwinden, wenn die Fernerkundlerin immer hier und dort zugleich ist?
Mit Ausstellungen, Filmen und Symposium

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Es geht um den Ausdruck, der sich auf dem Feld der Theorie zur Darstellung eines Dazwischen, eines Übergangs anbietet. Auf der Schwelle zur Darstellung tritt stets ein Ausdruck hinzu und übernimmt die Führung, wenn es auch traditionell so scheinen mag, als stellte sich der äußerliche Ausdruck bescheiden in den Dienst eines unabhängigen Innen: eines Gedachten.
Mit Ausstellung, Filmen und Symposium

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Vermittlungsmaschinen sind auch Buch und Schrift. Aber wie tun sie das? Wie funktionieren unsere traditionellen Kulturtechniken? Künstliche Führungen schlagen Funken aus dem Papier. Die Maschine thealit wirft Blicke auf Frauen und Medien.
Mit Lesungen, Vorträgen, Aktionen und Ausstellungen

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Solange Kunst eigentlich nicht selbst ist, nur als etwas ist, als Bezug auf einen bestimmten Rahmen, hat ihre Vermittlung immer noch kein Selbst, sondern steht im Dienst, um zu zeigen, dass Kunst schon vorm Zeigen gewesen ist. Kunst ist künstliche Voraussetzung für Führungen: leere, aber produktive Stellen. Sie produzieren Kunst, insofern sich kein Werk ohne seine Darstellung sehen lassen kann. Kunst kommt von künstlich.
Mit Vorträgen, Führungen, Filmen, Aktionen und Ausstellungen